• Kontakt
  • Anfahrt
  • Impressum
 
Suche:
Aktuelles Das CSG Lehrangebot Schulleben Freunde und Partner Service
  • Ankündigungen
  • Termine
  • Elterninformationen
  • Newsletter
  • Presseberichte
    • Holocaust-Gedenktag in der Fronte III
    • Holocaust-Gedenktag in der Fronte II
    • Holocaust-Gedenktag in der Fronte
    • Gelungener Übertritt
    • Ein Zeichen der Hoffnung
    • Kleiner Piekser, hoffentlich große Wirkung
    • „Ich werde leben“
    • „Wie stellst du dir das vor?”
    • Typisierungsaktion für Lehrerin
    • Ein Stein, Ein Name, Ein Mensch.
    • Mit der Stoppuhr zum Beckenrand
    • Erfolg programmiert
    • Missio 2011
    • Ausgezeichnet!
    • Neue Chefs für Apian und Scheiner
    • Mörderische Idylle: Arbeiten von Dagmar Hummel im Kotterhof
    • Heiter und ernst
    • Im „Kirschgarten”
    • Einmalig, aber heftig
    • Vom Überleben hinter der Front
    • Gegen die globale Erfassung
    • Ältere Beiträge (Archiv)
  • ESIS
  • Moodle

DONAUKURIER vom 28./29.05.2011

Mörderische Idylle: Arbeiten von Dagmar Hummel im Kotterhof

Von Karin Derstroff

Böhmfeld (DK) Eine richtige Überraschung sind die kleinen Objekte in der Schau: Dagmar Hummel, akademische Malerin, hat sie locker in den Kreis der farbstarken, großen Bilder gestellt, für die man sie kennt. So reduziert wie narrativ sind die Miniaturen aus (Eisen)fundstücken und keramischer Bearbeitung, pointierte Statements, die indes ganze Geschichten erzählen. Ihr Thema: Natur und Heute, Heimat und Unheimliches. Und das haben sie dann doch mit dem so vielen Bildern gemein, die auf Stadel und Gewölbe des Kotterhofs verteilt, den Schwerpunkt stellen.

„Wo die Bäume dich kennen” hat die 57-Jährige die Ausstellung genannt, nach einem sibirischen Sprichwort, das Heimat als den Ort benennt, wo das so ist. Mit Heimat, definiert in Landschaft, beschäftigt sich Hummel seit langem, aber dass das weit weg ist von Tümelei oder Idylle, zeigt diese Präsentation erneut. In einem Spannungsfeld zwischen Ruhe und Bedrohung liegen ihre Bilder, mal nacheinander, mal in einem Exponat zugleich. Denn der Wald, um dessen Bäume es hier häufig geht, kennt seinen Menschen in all seinen Facetten. Und das heißt: Still und friedlich steht er da, auch wenn Polizisten oder Soldaten ihn durchstreifen auf der Suche nach dem Opfer eines Mordes.

Das tun sie in dieser Ausstellung in der Tat, in jenen „combine paintings", meisterhaft verzahnten Collagen aus Malerei und Zeitungsbildern; die tatsächliche Suche nach einem verschwundenen Kind stand für einige Arbeiten hier Modell. Anderswo fehlt der Mensch, hat aber seine Spuren hinterlassen: Wie in dem riesigen Hochformat „Feldschrei”, in dem zwischen stilisierten Herbstzeitlosen und farbigem Gewächs sich erst auf den zweiten Blick und seltsam friedlich tote Füchse zeigen. Anklagend, plakativ oder wild emotional ist nämlich - und das ist eine der großen Qualitäten dieser Schau - nichts bei Dagmar Hummel, sie sieht, sie denkt, sie malt.

Letzteres auf bekannt souveräne Weise. Nur äußerlich nah am Gegenstand sind ihre Motive, authentisch, aber nicht festgefahren ist ihr Stil. Ein weniger grafischer, scheint es, ist sie geworden, das macht die sichere Komposition des Bildaufbaus noch deutlicher. Ruhige Kunst mit Tiefe - sehenswert.

Bis 5. Juni, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Sitemap - Kontakt - Druckansicht - Impressum