AUSSTELLUNG ANLÄSSLICH DES 9. UNESCO-PROJEKTTAGES IM APRIL 2012

Im Juli 2010 wurde das CSG offiziell zur "mitarbeitenden" UNESCO-Projekt-Schule ernannt. Nur 25 Schulen in Bayern tragen den Titel UNESCO-Projekt-Schule; deutschlandweit sind es etwa 200 Schulen.

Das CSG verpflichtet sich damit zur kontinuierlichen Mitarbeit im UNESCO-Schulnetz. Darüber hinaus ist es unser Ziel, die Leitlinien der UNESCO - nämlich die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit - in allen schulischen und außerschulischen Bereichen aktiv zu unterstützen. UNESCO-Projektschulen leben interkulturelle Verständigung, Integration und Nachhaltigkeit vor. Themen wie Menschenrechte und Demokratie, Umweltschutz und Welterbe werden im Unterricht behandelt und in Form von verschiedenen Projekten vermittelt. Auch im Rahmen von Austauschprogrammen können die Schüler wertvolle interkulturelle Erfahrungen sammeln.

Im Schuljahr 2011/12 lag ein besonderer Schwerpunkt der UNESCO-Arbeit auf dem Thema Ernährung. Anlässlich des 9. internationalen UNESCO-Projekttags am 26. April 2012 setzten sich verschiedene Klassen und Kurse auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema "Hinterm Tellerrand geht’s weiter - weltbewusst essen und leben" auseinander. Dabei ging es um folgende Fragen:

-          Wo kommen unsere Lebensmittel her und wie werden sie erzeugt?

-          Woraus setzen sie sich zusammen?

-          Welche Auswirkungen hat unsere Ernähung auf die Menschen weltweit?

-          Wie ernähren sich Menschen in anderen Ländern und Kulturen?

-          Wie (un)gerecht erfolgt die weltweite Verteilung der Lebensmittel?

Im Rahmen des Projekttages verkauften Schüler der Klasse 7e und der Q11 in der Pause fair gehandelte Produkte. Die Klasse 7b drehte im Französischunterricht ein Video zum Thema "Einkaufen in Frankreich" (Fr. Männer), die Klasse 5c setzte sich im Rahmen eines Projektes mit dem Thema "Schokolade - fair statt billig" auseinander (Fr. Schütz) und die Klasse 8bf führte im Religionsunterricht ein Eine-Welt-Frühstück durch (Fr. Simon).

Darüber hinaus entstand eine sehr vielfältige Ausstellung zum Thema Ernährung, an der sich zahlreiche Klassen und Kurse beteiligten. Mehrere Beiträge widmeten sich der Ernährungssituation in anderen Teilen der Erde, nämlich Brasilien, den USA, dem Orient und der spanischsprachigen Welt (Klasse 5c, Fr. Schlagbauer; Klasse 6a, Hr. Pfaller; Klasse 7e, Fr. Steiner; Klasse 8e, Hr. Kundmüller; Klasse 10adef und Q12, Fr. Hartmannsgruber). Besondere Essgewohnheiten unserer europäischen Nachbarn beleuchtete ein Beitrag zu den Bräuchen anlässlich europäischer Nationalfeiertage (Jgst. 7, Hr. Dr. Euringer). Auch die historische Ebene kam nicht zu kurz, indem das Gastmahl im alten Rom erklärt wurde (Klasse 7b, Fr. Lichtblau). Biologisch interessant war der Beitrag zu den Bestandteilen einiger Lebensmittel (Q 11, Fr. Bogner). Dass Erdbeeraroma aus Sägemehl gewonnen werden kann, war für viele nicht bekannt. Aber natürlich kam auch die wirtschaftsethische Dimension der Ernährung nicht zu kurz. Zwei Beiträge zur Kinderarbeit in der Landwirtschaft (Jgst. 9, Hr. Tilgner) und zur Bedeutung des fairen Handels (Q 11, Fr. Hartmannsgruber) widmeten sich diesem Thema.

Es wäre schön, wenn die UNESCO-Ziele immer mehr zur identitätsstiftenden Leitlinie für alle Mitglieder der Schulfamilie würden. Das CSG hat sein Ziel noch nicht erreicht: den Status der "anerkannten" UNESCO-Projekt-Schule. Nur 14 bayerische Schulen können bislang stolz auf diese Auszeichnung sein.

(K. Simon - UNESCO-Schulkoordinatorin)

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