Weltkulturerbe

Eine Exkursion nach Würzburg unternahm die UNESCO-Projektgruppe, um einmal eine als Weltkulturerbe ausgezeichnete Stätte - die Würzburger Residenz - intensiv zu besichtigen. Ein Rundgang mit sehr guter Führung ließ die Schüler die herausragende Bedeutung des Bauwerkes und die berechtigte Einstufung als Weltkulturerbe durch die UNESCO im Jahr 1981 begreifen. Einen tiefen Eindruck hinterließen vor allem das Treppenhaus mit dem Deckengemälde von Tiepolo, der Weiße Saal mit den Stuckdekorationen von Bossi, der Kaisersaal sowie das Spiegelkabinett, das nach den Kriegszerstörungen 1945 völlig neu rekonstruiert wurde.

Sehenswert war der Hofgarten mit seiner Vielfalt an Blumen, Bäumen und Skulpturen sowie den berühmten Putten oder Figuren auf den Treppen. Die Schüler staunten über die prächtige barocke Gartengestaltung im Umkreis des Weltkulturerbes und bezeichneten die Anlage einstimmig als " deutsches Versailles".

Ein Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt und innerstädtischer Erholungsraum par excellence ist der Hofgarten rund um die Residenz. Das Foto zeigt die fast 100 m lange Südseite der Residenz mit dem Gartenbrunnen.

Nachdenklich machten die Luftbilder über das am 16.März 1945 bombardierte Würzburg, als der Südflügel der Residenz fast völlig zerstört wurde. Hier können die Schüler die Welterbekonvention begreifen -  als Verpflichtung zu internationaler Verständigung und kulturellem Dialog.

Würzburg und Coventry verbindet heute das Gedenken an die Sinnlosigkeit der Zerstörung durch Krieg. Während Coventry bereits im November 1940 durch den deutschen Blitzkrieg im innerstädtischen Kern fast völlig zerstört wurde, ereilte Würzburg dieses Schicksal erst kurz vor Kriegsende. Würzburgs Altstadt wurde im März 1945 zu 90 Prozent zerstört.