„KEIN TALENT VERLIEREN“ FEIERLICHE ERÖFFNUNG DER PROFILSCHULE INGOLSTADT AM CHRISTOPH SCHEINER GYMNASIUM

„Wer aufhört besser sein zu wollen, hört auf gut zu sein.“ Unter dieses Motto stellte Horst Seehofer in seinem Grußwort die feierliche Eröffnung der Profilschule Ingolstadt am 17. September 2014 in der Alten Turnhalle des Christoph-Scheiner-Gymnasiums. Initiiert und getragen von der Roland Berger Stiftung, ermöglicht durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie die Stadt Ingolstadt und partnerschaftlich begleitet von der AUDI AG, nimmt im Schuljahr 2014/15  an der Grundschule auf der Schanz und am Christoph-Scheiner-Gymnasium ein höchst ambitioniertes Projekt seinen Anfang, welches sich zum Ziel gesetzt hat, das nach Seehofers Worten bereits sehr gute bayerische Bildungssystem noch ein bisschen besser zu machen.

Roland Berger, Vater der Idee einer Profilschule für begabte Kinder mit schwierigen Startbedingungen, möchte, wie er auch in der Talkrunde der Feierstunde betonte, getreu dem Motto des von seiner Stiftung verliehenen Schülerstipendiums „kein Talent verlieren“. Die Gesellschaft in Deutschland könne nicht länger hinnehmen, was Bildungsstudien seit Jahren nachweisen: schulischer Erfolg und Bildungsniveau sind immer noch viel zu oft an die soziale Herkunft der Kinder gekoppelt. In diesem Punkt pflichteten ihm Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Prof. h.c. Thomas Sigi, Mitglied des Vorstands der AUDI AG, sowie Oberbürgermeister Dr. Christian Lösl, allesamt Partner der Profilschule, unumwunden bei. Mit ihrer Unterstützung konnte aus Bergers Vision Wirklichkeit werden – eine Ganztagsschule für Kinder, die engagiert, leistungsbereit und ihrer Begabung nach für den gymnasialen Bildungsweg geeignet sind, jedoch aufgrund ihrer häuslichen oder sozialen Situation zusätzliche Begleitung und Förderung brauchen, um diesen Weg bis zum Abitur erfolgreich gehen zu können. Deshalb ist der Besuch der Profilschule verbunden mit ideeller Förderung und finanzieller Unterstützung durch das Schülerstipendium der Roland Berger Stiftung.

Neben Roland Berger und seinen Mitstreitern aus Politik und Wirtschaft konnte Schulleiter OStD Gerhard Maier am Christoph-Scheiner-Gymnasium deshalb die wichtigsten Gäste des Tages begrüßen – die 33 ersten Schülerinnen und Schüler der neuen Profilschule Ingolstadt. 18 von ihnen besuchen die Grundschule auf der Schanz und wissen bereits jetzt sehr genau, wofür sie in der Schule lernen wollen. Radioteleskope bauen, Ärztin werden und noch besser Deutsch lernen, so die Wünsche, die Moderatorin Barbara Kachelmann von der Roland Berger Stiftung den Drittklässlern entlocken konnte. Die 15 Kinder aus der fünften Klasse, bereits seit dem Tag zuvor stolze Scheinerschülerinnen und ‑schüler, stehen ihren jüngeren Mitstipendiaten in Motivation und Tatendrang in nichts nach. So äußerte eine Schülerin den Wunsch, gemeinsam mit ihrer Klasse ein ganzes Musical auf die Beine zu stellen. Einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie das klingen könnte, gab das Willkommenslied, das alle 33 Kinder als gelungenen Abschluss der Eröffnungsfeier gemeinsam anstimmten.

Nach diesem beeindruckenden Auftakt freuen sich Schulleiter Gerhard Maier und die in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte darauf, dass das spannende neue Projekt „Profilschule“ nun endlich losgeht und das Schulleben am Christoph-Scheiner-Gymnasium, so der Wunsch aller Beteiligten, über die Profilklasse hinaus bereichern möge.

(Katharina Schlagbauer, Schulkoordinatorin für die Profilklasse der Roland Berger Stiftung)

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