Optimale Lösungen

Mathematik-Workshop für Gymnasiasten

Ingolstadt (ye) Die Schüler des Christoph-Scheiner-Gymnasiums Ingolstadt, Leistungskurs Mathematik, haben gute Karten – zumindest beim Spiel „Hol‘s der Geier“. Sieben der 25 Schüler des Mathematik-Workshops haben sich mit der optimalen Strategie für dieses Spiel befasst und sich dabei gute Gewinnchancen erarbeitet.

Zweieinhalb Tage hatten zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der TU Kaiserslautern einen Mathe-Workshop am Scheiner-Gymnasium abgehalten mit folgenden vier Themen: Die beste Möglichkeit für einen Freiwurf beim Basketball, eine faire Sitzverteilung bei den Wahlen, die Erstellung eines Stundenplans für die Oberstufe und die optimale Spielstrategie für das Kartenspiel „Hol‘s der Geier.“ Für Simone Göttlich und Veronika Schleper von der TU Kaiserslautern war es die siebte Veranstaltung an Schulen, wobei Ingolstadt kein Zufallstreffer war: Veronika Schleper hat ihr Abitur am „Scheiner“ gemacht und ist die Tochter von Wolfgang und Ursula Sachers, beide Mathematik-Lehrer am Scheiner-Gymnasium. Im Jahr der Mathematik haben die beiden Wissenschaftlerinnen Geld vom Staat für ihre Projekte bekommen, so dass der Workshop am „Scheiner“ zwar kostenlos war – aber nicht umsonst. Die Schüler sollten ihre Lösungen selbst erarbeiten, während die Lehrkräfte und die beiden Vertreterinnen der TU die Arbeiten eher moderierend begleiteten.

Julia (17) und Maximilian (19) fanden die Unterstützung zu wenig, weil die Anforderungen teilweise sehr hoch waren. Benedikt (19), der sich mit den Wahlen beschäftigt hat, fühlte sich dagegen fast überbetreut. Die Mitstreiter von Stefanie (18) probierten ihren optimalen Freiwurf gleich in der Turnhalle aus – mit Erfolg. Sie hatten fachgerechte Unterstützung von Mathe- und Sportlehrer Gerhard März, der zugleich Basketballtrainer ist. Einig waren sich die Schüler, dass der Workshop sie in Informatik und logischem Denken weitergebracht hat. Und sie haben gesehen, wo Mathe überall versteckt ist. Infos unter: goettlich@mathematik.uni-kl.de.

Von Verena Doye