Typisierungsaktion für Lehrerin

Katja Löser leidet an Leukämie und braucht eine Knochenmarkspende

Ingolstadt (DK) Unter dem Motto „Helfen Sie Katja“ findet am Samstag, 19. November, eine Typisierungsaktion für eine Lehrerin vom Christoph-Scheiner-Gymnasium (CSG) statt. In der Turnhalle an der Jahnstraße können sich potenzielle Spender von 11 bis 16 Uhr registrieren lassen. Schirmherr der Aktion ist OB Alfred Lehmann, wie aus einem Faltblatt hervorgeht.

Die Diagnose ist niederschmetternd: Vor kurzem wurde bei Katja Löser, Mutter zweier kleiner Kinder, Leukämie festgestellt. Die junge Frau gilt als freundliche, faire und aufgeschlossene Lehrerin, die bei Eltern, Kollegen und vor allem den Schülern ausgesprochen beliebt ist. Ihr Schicksal rührt die Menschen aus dem Umfeld deshalb besonders an.

Bei einer Leukämie (Blutkrebs) reifen die weißen Blutkörperchen nicht mehr richtig aus. Deshalb können sie den Körper nicht mehr vor Infektionen schützen. Die schlimme Folge: Der Patient erkrankt schwer und kann sogar sterben. Dank des medizinischen Fortschritts kann Leukämie heute jedoch durch eine Übertragung von Stammzellen eines gesunden Spenders in bis zu 70 Prozent der Fälle geheilt werden. Es muss natürlich ein passender Knochenmarkspender gefunden werden. Ein solcher fehlt Katja Löser allerdings noch.

Das Christoph-Scheiner-Gymnasium will jetzt mit seinem großen Netzwerk Katja und möglichst vielen anderen Betroffenen helfen. Deshalb führt die Schule in Zusammenarbeit mit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern eine Typisierungsaktion durch: Am Samstag, 19. November, können sich Menschen einfach und unkompliziert typisieren und in einer internationalen Spenderdatei registrieren lassen. Dazu wird den Spendewilligen lediglich ein paar Tropfen Blut abgenommen - ein kleiner Stich, der Leben rettet. Wer als Knochenmarkspender in Frage kommt, wird kontaktiert. Es gibt dann zwei Verfahren der Knochenmarkspende, die auf jeden Fall schmerzfrei erfolgt: entweder in einer kurzen, operativen Entnahme (nicht aus dem Rückenmark) oder aber in einem ambulanten Verfahren.

Potenzielle Spender sollten zwischen 18 bis 45 Jahre alt sein und keine schweren Erkrankungen aufweisen. Da das Typisierungsverfahren mit 40 Euro pro Person kostspielig ist, braucht das CSG auch finanzielle Hilfe. Geldspenden sind an die Kreissparkasse München-Starnberg, BLZ 702 501 50, Kontonummer 22394613, Kennwort: „Hilfe für Katja“ möglich.