WAS IST EINE SEMINARSCHULE?


1. Eine Seminarschule ist eine Ausbildungsschule. Nach einem wissenschaftlichen Examen an einer Universität (1. Staatsexamen) werden die jungen Studienreferendare an der Seminarschule zwei Jahre in Methodik und Didaktik ihrer Fächer eingewiesen.

2. Die Ausbildung wird nach zwei Jahren mit dem 2. Staatsexamen abgeschlossen. Zur Staatsexamensprüfung gehören drei Lehrproben, Beurteilungsnoten und mündliche Fachprüfungen.

3. Am Christoph-Scheiner-Gymnasium gibt es Seminare für die Fächer: Deutsch, Englisch, Französisch, Katholische Religionslehre, Russisch und Geschichte.

4. In den allgemeinen Seminarfächer: Staatsbürgerkunde, Pädagogik, Psychologie und Schulkunde erarbeiten sich die Studienreferendare weitere für das Schulleben zentrale Inhalte.

5. Der Verlauf der Ausbildung lässt sich kurz wie folgt zusammenfassen:

a) nach wenigen Wochen der Einführung übernehmen die Referendare Klassen, die allerdings weiterhin von einer festen Lehrkraft betreut und verantwortet werden.

b) Die Referendare müssen in einer ersten Prüfungslehrprobe ihre Unterrichtsfertigkeit unter Beweis stellen.

c) Ab dem zweiten Halbjahr werden die Studienreferendare an sogenannte Zweigschulen versetzt. Hier vertiefen und verfeinern sie ihre Kenntnisse und ihre Fähigkeiten, in der Regel im eigenverantwortlichen Unterricht.

d) Im letzten halben Jahr kehren sie an die Seminarschule zurück. Sie übernehmen wiederum betreut zwei Klassen und unterziehen sich den Schlussprüfungen.

(A. Völkl)