Weihnachtskonzert in kalter Moritzkirche

Ingolstadt (bfr) Sie haben fleißig geübt und stimmten mit ihrem abwechslungsreichen und sauber intonierten Musizieren die zahlreich erschienene Scheiner-Familie mit viel Gefühl auf das Fest ein. Beim Jubiläum – zum 25. Mal fand das Weihnachtskonzert des Christoph-Scheiner-Gymnasiums in der Moritzkirche statt – zeigten die Schülerinnen und Schüler eine große Bandbreite musikalischen Könnens.

Das hat auch etwas mit dem Engagement der drei Musikpädagogen des Scheiner, Georg Hanauska, Beate Hacker und Christine Roß, zu tun, die Talente entdecken und Spiel- und Sangesfreude fördern. So intonierte das Bläserensemble der Unterstufe zwar sehr getragen "Oh, when the Saints". Doch ist es erstaunlich, wie sicher bereits die jüngsten Schüler die Blasinstrumente beherrschen. Festlich und auf hohem Niveau spielte das Schulorchester unter der Leitung von Georg Hanauska – zum Beispiel leicht dahingetupft das Air aus einer Schauspielmusik von William Purcell.

Mit viel Freude am Gesang und schwungvoll folgte der Unterstufenchor mit den Gospels "This little light" und "Open up my heart" unter der Leitung von Christine Roß. Nur schade, dass hier und bei den Auftritten des Grundkurses Chor sowie des Mittel- und Oberstufenchores das Klavier zu laut tönte – wie tapfer die Sänger auch dagegen anstimmten. Vielleicht lag das aber auch daran, dass in der Moritzkirche wegen der wie so oft nicht funktionierenden Heizung eine Eiseskälte herrschte.

Trotz der widrigen Umstände gelang es den Instrumentalisten und Sängern durchgängig Nuancen der Musikstücke herauszuarbeiten. Vielstimmig erklangen Gitarren, flott spielte die Volksmusikgruppe alpenländische Weisen. Andächtig sang der Grundkurs Chor das "Lullaby" von Karl Jenkins und zum Ende das italienische Weihnachtslied "Fai la nanna". Mit Rhythmus und gerappten Worten zum Advent – "Haben wir es verlernt, in Erwartung zu sein" – brachte die Percussion-Gruppe Schwung ins Konzert. Scheiner-Direktor Peter Bergmann durfte mit gutem Gewissen nach einer Stunde dem Publikum die Erlaubnis zum langen Schlussapplaus geben.

Von Barbara Fröhlich